Didaktik der Biologie
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Welche Erfahrungen machten die bisherigen Praktikantinnen?

Secondary in Mumela - Erfahrungsbericht von Heidi, 2011:
(Inzwischen wurden die Schulen von Mumela durch die Schulen in Malaa, Chuka und Nambale abgelöst.)
„Die Zeit, die ich im Dorf und in der Mumelaschule verbracht habe, war eine der Schönsten und Interessantesten, die ich je hatte. Die Aufgaben in der Schule reichten von Unterrichten und Korrigieren bis hin zur Betreuung von Sportaktivitäten und dem ständigen Beantworten von Fragen der Schüler. Das Leben in einem so grundverschiedenen Kulturkreis stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen. Dadurch lernt man seine Stärken und Schwächen kennen und entwickelt viele neue Strategien, um mit Problemen umzugehen.
Das Unterrichten erfordert hier ganz andere Aufgaben als der Unterricht in Deutschland. Aber wir konnten nach kurzer Eingewöhnungsphase alles gut bewältigen und die Ideen dann später auch in den deutschen Unterricht integrieren. Wir haben versucht, mit selbst entworfenen Plakaten etc. ein wenig offeneren Unterricht nach Mumela zu bringen und sind damit auf offene Ohren und viele begeisterte Schüler gestoßen. Der Kontakt mit den Schülern und Lehrern bereicherte uns auf sehr unterschiedlichen Gebieten und machte großen Spaß. Diese Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, waren fast durchweg positiv und ich würde sie nie mehr missen wollen.

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Die ersten beiden Praktikantinnen Heidi und Lisa im Frühjahr 2011 in Mumela

Die Unterbringung in der Familie ist wunderbar und wir fühlten uns sofort wie zu Hause. Trotz einiger Sprachschwierigkeiten mit den Dorfbewohnern wurden wir schnell akzeptiert und integriert, beispielsweise, als wir an den Sonntagen die Kirche besucht haben.
Kenia ist in allem ein sehr interessantes, offenes Land und immer eine Reise wert. Dieses Praktikum zu machen kann ich nur jedem empfehlen und hoffe, dass es euch genauso gut gefallen wird wie es mir gefallen hat. Ich werde nächstes Jahr wieder nach Mumela aufbrechen!“

Secondary in Malaa - Erfahrungsbericht von Katja, 2014:
„Zunächst wurde ich von Jimmy, Doreen und ihren Kindern Precious und Ryan sehr freundlich in ihrem Haus in Malaa aufgenommen. Ich fühlte mich gleich wohl in ihrer Familie. Die Kinder freuten sich sehr über jemanden, der mit ihnen spielte. Mit Doreen konnte ich über alles reden und sie erzählte mir viel über die Kultur und Lebensweise in Kenia, die ich nach und nach kennen lernte. Jimmy berichtete eine Menge über Probleme und Vorgehensweisen der kenianischen Regierung und seinen verschiedenen Projekten zur Hilfe von Kindern und Jugendlichen. Mit allen vieren kam ich sehr gut zurecht. Sie nahmen mich mit zu Jimmys Familie und zu einer kenianischen Hochzeit. Die Kinder führten mich durch Malaa und Doreen mich durch Nairobi. Innerhalb kürzester Zeit kannte mich das ganze Dorf. Alle freuten sich, wenn sie mich sahen und waren immer zu einem Schwätzchen aufgelegt. Die Dorfgemeinschaft nahm mich freundlich auf.
Die Schüler in der Mukendesia Secondary School waren hellauf begeistert, dass es für vier Wochen einen Lehrerwechsel gab. Schon wegen meiner Hautfarbe war ich etwas Besonderes. Sie wollten vieles über Deutschland, Europa und mich erfahren. Sie fragten mir Löcher in den Bauch und fanden es toll, dass sie meine Haut und meine Haare berühren durften.

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Katja mit einer Lehrerin der Secondary in Malaa

Der Unterricht in der Form 1 (9. Klasse) war sehr angenehm. Die Schüler waren sehr ruhig und aufmerksam. Sie freuten sich darüber, Praktika in Chemie und Biologie selbst durchführen zu können, da sie normalerweise nur das nachsprechen, was der Lehrer ihnen vorsagt. Nicht nur für die Schüler, auch für die Lehrer war es etwas Besonderes, dass ich mit ihnen unterrichtete. Sie freuten sich und nahmen mich sehr freundlich in ihrer Runde auf. Sie erzählten mir viel, einerseits über das Schulsystem in Kenia, andererseits aber auch über ihr Leben und über persönliche Dinge. Auf der anderen Seite wollten sie wie die Schüler auch eine Menge über mich und Deutschland erfahren. Die vier Wochen vergingen sehr schnell. Bei der Verabschiedung kamen allen die Tränen, sie wünschten mir alles Gute und die Kilonzis beteuerten, dass sie nun meine kenianische Familie seien, zu der ich jederzeit zurückkommen könne.“

Secondary School in Malaa - Erfahrungsbericht von Fiona und Lisa, 2014:
„Die Zeit in Kenia war ein Erlebnis, das wir nie mehr vergessen werden. Als wir von unserer Gastfamilie begrüßt wurden, lautete der erste Satz: „Karibu! Fühlt euch wie zuhause!“ – und das taten wir tatsächlich. Aber wie sollte man das auch nicht bei all der Herzlichkeit, Wärme und Fürsorglichkeit, die uns entgegengebracht wurde.

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Fiona und Lisa mit Lehrerinnen der Secondary in Malaa

An unserem ersten Tag an der Secondary School in Malaa wurden wir von den Lehrern und Schülern bereits sehnsüchtig erwartet und herzlich begrüßt. Die Neugier war auf beiden Seiten sehr groß. Obwohl anfangs alles neu für uns war, gewöhnten wir uns schnell an den Schulalltag und fühlten uns sehr wohl. Das Unterrichten machte uns viel Spaß, da sich die Schüler besonders lernfreudig und interessiert zeigten. Vor allem der von uns organisierte Erste-Hilfe-Kurs war sowohl für die Lehrer als auch für die Schüler eine aufregende Erfahrung. Beim gemeinsamen Mittagessen, sowie einigen Freistunden, ergaben sich zahlreiche, anregende Diskussionen und Gespräche mit den Lehrkräften.“

Primary School in Chuka - Erfahrungsbericht von Anja und Julia, 2014:
„Die Zeit, die wir in Chuka verbracht haben, war sehr schön, erfahrungsreich und außergewöhnlich. Anfangs hatten wir mit dem nicht europäischen Lebensstandard zu kämpfen, welcher allerdings durch die Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit der Familie und auch der Lehrer mehr als aufgehoben wurde. Wir wohnten in einem kleinen Häuschen zusammen mit Oma Lucy und ihrer Familie, die sechs Personen einschließt. Besonders die zwei Kinder haben uns immer auf Trab gehalten. Wir wurden sofort in das Familienleben integriert und haben gemeinsam Wäsche gewaschen und füreinander gekocht, sodass wir uns schnell wie zu Hause fühlten.

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Julia mit ihren Schülern am Eingang der Karurini Primary School

Die Kinder in der Karurini Primary School waren sehr aufgeregt, da einige noch nie einen weißen Menschen aus der Nähe gesehen haben. Diese Aufregung legte sich bis zum Ende der drei Wochen fast nicht. Der Unterricht vor Ort ist mit dem in Deutschland kaum zu vergleichen, da man auf wenig bis keine Ressourcen zurückgreifen kann. Trotzdem konnten wir und die Schülerinnen und Schüler viel voneinander und miteinander lernen, sowohl auf inhaltlicher, als auch auf menschlicher Ebene - über alle Sprachbarrieren hinweg. Die Lehrerinnen und Lehrer waren uns gegenüber sehr offen und standen mit uns im regen Austausch über die Schulsysteme und die Kulturen beider Länder.

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Anja mit Lehrerinnen und einem Lehrer der Karurini Primary School

Wir sind sehr froh, dass wir uns entschieden dieses Praktikum zu erleben und können es euch uneingeschränkt weiterempfehlen, wenn ihr neugierig und offen für Neues seid!“

Secondary School in Chuka - Erfahrungsbericht von Andrea, 2015:
„Meiner Meinung nach ist das Praktikum eine wirklich außergewöhnliche Gelegenheit, nicht nur Kenia kennen zu lernen und mit Haut und Haaren in eine andere Kultur einzutauchen, sondern auch mit den Menschen zu leben. Das Leben in Chuka war sehr einfach, aber erstaunlicherweise braucht man gar nicht so viel und kann auch gut mit einem Eimer Wasser duschen! Bei Oma Lucy war ich in der Familie unglaublich wohl behütet, umsorgt und habe den Alltag in der ländlichen und unglaublich idyllischen Gegend in Chuka miterlebt. Mit „Karibu, welcome!“ wurde ich bei Nachbarn und Bekannten herzlich empfangen und überall zum Essen eingeladen. Die Gastfreundschaft war enorm.

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Andrea mit Oma Lucy, Tochter Winni und den Enkelinnen Whitney und Kiki

Als erste Studentin der Biodidaktik der LMU habe ich mich in die Kiereni High School gewagt. Es war eine Herausforderung, die mir viel Freude gemacht hat. Die Lehrer haben mich in meinen Ideen unterstützt und mich mit Büchern zum Vorbereiten versorgt. Ich habe beispielsweise Schüler und auch Lehrer ermutigen können, die Mikroskope zu benutzen, was nicht nur die Schüler spannend fanden. Klar war es nicht immer einfach und manchmal kam ich mir vor als würde ich ins kalte Wasser geworfen werden. Aber ich hatte die Möglichkeit kreativ zu sein, zu improvisieren und mich auszuprobieren. Ich fand es wahnsinnig spannend, nicht nur die Unterschiede zu sehen, sondern auch die vielen Gemeinsamkeiten. Und die Schülerinnen und Schüler waren einfach toll.
Für mich war es eine spannende und intensive Zeit. Ich denke, es ist eine wertvolle Gelegenheit als Lehramtsstudentin oder -student mal ein anderes Schulsystem als das Bayerische kennen zu lernen und dazu noch in einem so tollen Land wie Kenia! Ob ich das Praktikum weiterempfehlen würde? Auf alle Fälle! Hakuna matata!“

Pristine Primary School in Nambale – Erfahrungsbericht von Celina und Sina, 2015:
„In Kenia verbrachten wir eine außergewöhnliche, abenteuerliche und wundervolle Zeit. Florence empfing uns sehr herzlich nach unserer langen Busfahrt in Nambale. Wir fuhren zu einem kleinen Häuschen, in dem wir von unserer Gastmama Elisabeth und ihrer Tochter Laurel bereits sehnsüchtig erwartet wurden. Die beiden nahmen uns so liebevoll auf, dass wir uns sofort wie zu Hause fühlten. Die Gegend um Nambale ist sehr grün und auf den Märkten gibt es die leckersten Früchte!
Der erste Tag an der Pristine Primary School war sehr aufregend. Alle Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen versammelten sich auf einem freien Platz in der Mitte der drei Schulgebäude und hießen uns mit Gesang und Tanz willkommen. Es herrschte bei allen Kindern sehr große Aufregung, da der langersehnte Besuch aus Deutschland nun endlich angekommen war. In der ersten Schulwoche standen in allen Klassen jeden Tag Examen an, so dass wir selbst nicht viel im Unterricht mitwirken konnten. Wir fanden es sehr beeindruckend mit wie viel Eifer und Disziplin alle Schülerinnen und Schüler diese anstrengende Woche meisterten. In den folgenden zwei Wochen bekamen wir einen interessanten Einblick in ein völlig anderes Schulsystem. Bei unseren Unterrichtsstunden waren sowohl die Kinder als auch die Lehrer sehr aktiv dabei und es machte uns großen Spaß. Die Schülerinnen und Schüler fragten uns regelrecht Löcher in den Bauch und zeigten sich unglaublich wissbegierig über Deutschland. In den Pausen und beim Mittagessen gab es immer wieder sehr anregende und spannende Diskussionen und Gespräche mit den Lehrkräften.

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Celina und Sina mit Lehrkräften und der Schulleiterin Florence der Pristine Primary School

Wir sind sehr glücklich, dass wir das Abenteuer Kenia gewagt haben! Florence war stets für uns da und wir haben uns immer sehr sicher gefühlt. Jeder, der etwas Außergewöhnliches erleben will, sollte sich Kenia nicht entgehen lassen.“

Secondary School in Chuka – Erfahrungsbericht von Zarmina, 2018:
„Warum Kenia? Ich hatte die Chance, in das kenianische Schulsystem einzutauchen und den Schulalltag Kenias selbst mitzuerleben. Sechs Wochen lang durfte ich die kleine Stadt Chuka mein neues Zuhause nennen. Ich übernahm in der Secondary die Rolle einer Lehrkraft und hatte so die Möglichkeit, ein anderes Schulsystem kennenzulernen, zu sehen wie auf anderen Kontinenten unterrichtet wird. Tatsächlich wurde ich mehr oder weniger in den Schulalltag hineingeworfen. Natürlich war ich anfangs etwas überfordert, als Lehramtsstudentin plötzlich vor einer 50-köpfigen Klasse zu stehen. Aber dieses Gefühl legte sich recht schnell, denn nicht nur die Schüler, sondern auch das ganze Lehrerzimmer hat mich mit offenen Armen aufgenommen und integriert. Schnell unterrichtete ich nicht mehr nur Englisch und Biologie, sondern auch beim Mathe- und Sportunterricht war ich dabei. Bei den außerschulischen Clubs war ich aktiv und auch beim Lunch- oder der Tea-Break gesellte ich mich zu den Schülern. Ich habe bei so vielen verschiedenen Aktionen mitgemacht, dass ich sie schon alle fast gar nicht mehr aufzählen kann. In Kenia zu unterrichten ist so viel mehr, als nur vor der Tafel zu stehen und den Schülern den Stoff zu erklären. Ich selbst habe so viele Dinge über die Kultur, die Sprache und auch die Menschen gelernt und gleichzeitig so viele Erfahrungen gesammelt.
Gewohnt habe ich in einem kleinen Dorf bei Oma Lucy und all ihren Enkeltöchtern. Ich hätte mir für meinen Aufenthalt wirklich keine bessere Gastfamilie vorstellen können. Nicht nur war ich für Oma Lucy ab Tag 1 ihre neue Tochter, denn die ganze Familie, samt Nachbarschaft war super herzlich. Nach einem langen Schultag wurde noch gemeinsam über der Feuerstelle gekocht, viel Tee getrunken, und jede Menge Uno gespielt. Am Wochenende wurden dann immer Ausflüge unternommen - zum See schwimmen, in die Stadt shoppen oder hoch zum Mount Kenia. Natürlich waren die Verhältnisse sehr schlicht gehalten, aber ich finde genau das war der Punkt, warum ich dieses Praktikum so anziehend fand. Einfach mal auf den ganzen Luxus drum herum verzichten und festzustellen, wie glücklich die Menschen in Kenia eigentlich doch sind. Zum Abschied wurden jede Menge Tränen geweint, viele Briefe geschrieben und Nummern ausgetauscht. Am liebsten hätte ich die komplette Schule und meine Gastfamilie bei meiner Abreise mitgenommen.“

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Zarmina und Anna mit Schülerinnen der Secondary

Primary School in Talaa – Erfahrungsbericht von Verena, 2019:
„Es war schön, mit so viel Herzlichkeit und Neugier in einem Land willkommen geheißen zu werden. An die neugierigen Schüleraugen (und teils Hände) musste ich mich erst gewöhnen, aber es war wunderbar zu sehen, welche Wissbegier die Kinder dabei an den Tag legten. Der Unterricht konnte zwar schon mal eine Herausforderung sein, weil die Klassen groß und die Mittel rar sind, aber mit ein bisschen Improvisation konnte man auch das meistern. Es war großartig, so viel Unterrichtspraxis sammeln zu dürfen, während derer man sich einfach ausprobieren konnte, ganz ohne Beobachtung. Dabei war es schön zu sehen, wie motiviert, (in den meisten Fällen) fleißig und begeisterungsfähig die Schülerinnen und Schüler waren.
Bei Jimmy, Doreen und den Kindern hatte ich immer einen sicheren Hafen und die Gelegenheit mich auszutauschen. Für einige Wochen an ihrem Leben teilhaben zu dürfen, war eine schöne Erfahrung bei der ich Vieles über den kenianischen Alltag, die Kultur, aber auch über die Herausforderungen im Land lernen konnte.“

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Verena wird von den Schülern begrüßt


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